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KAB St. Johannes Börnig-Sodingen e.V.

Ein geschichtlicher R√ľckblick auf die mehr als 125j√§hrige

Vereinsgeschichte der KAB St. Johannes Börnig-Sodingen

 

‚ÄěEin  Leben  immerw√§hrender  harter  Arbeit,  sei  sie  k√∂rperlicher  oder  geistiger Art,  ist  auch  den  Mitgliedern  des  fr√ľheren  christlich-sozialen  Arbeitervereins, der jetzigen KAB St. Johannes B√∂rnig-Sodingen (…) beschieden gewesen“, so

beginnt  die  Chronik  zum  100j√§hrigen  Bestehen  des  Vereins.  Heute,  25  Jahre sp√§ter,  feiern  wir  das  125j√§hrige  Jubil√§um.  Dieses  Ereignis  ist  Anlass  und Verpflichtung zugleich, auf eine 125j√§hrige Vereinsgeschichte zu blicken. Es ist

eine Geschichte in der die KAB St. Johannes sowohl mit den B√ľrgerinnen und B√ľrgern von Herne B√∂rnig-Sodingen als auch mit der Kirchengemeinde St. Peter und Paul und deren Gemeindemitgliedern eng verbunden war und bis auf den heutigen Tag ist.

 

Obwohl wir bis heute nicht das genaue Gr√ľndungsdatum unseres Vereins kennen, wissen wir doch aus dem Original-Protokollbuch, das mit den Eintragungen aus dem  Jahr  1887  beginnt,  dass  unser  Verein  ‚Äěim  Herbst  1886“  (Protokollbuch 1887,  S.  122)  gegr√ľndet  wurde.  Wie  sich  der  Verein  in  den  folgenden  Jahren entwickelte,  welche  Hemmnisse  und  Schwierigkeiten,  aber  auch  Freuden  und Erfahrungen von Gemeinschaft unsere Vereinsmitglieder in den zur√ľckliegenden 125  Jahren  machten  und  erfuhren,  soll  im  Folgenden  geschildert  werden.  Wir st√ľtzen  uns  im  Wesentlichen  auf  die  (vorz√ľgliche)  Chronik  zum  100j√§hrigen Bestehen, erg√§nzen diese an einigen Stellen, versehen sie mit √úberschriften und schreiben sie bis zum heutigen Datum fort.

 

 

1870-1911

Gr√ľnderzeit und Anfangsjahre

In  der  Zeit  um  1870  gr√ľndeten  die  katholischen  Arbeiter  ihre  Arbeiter-  und Knappenvereine.  Nach  den  christlich-sozialen  Bl√§ttern,  Jahrgang  1877,  galt als  Zweck  dieser  Vereine  religi√∂se  und  intellektuelle  Fortbildung,  Bewahrung vor  sittlichen  Gefahren,  angemessene  Unterhaltung  und  Unterst√ľtzung  in Notf√§llen.  Mit  der  Politik  besch√§ftigten  sich  die  Arbeitervereine  nicht.  Als die  sozialdemokratische  Agitation  durch  das  Land  ging,  wurden  auch  soziale Fragen  besprochen.  Diese  alten  Arbeiter-  und  Knappenvereine  haben  f√ľr  die Arbeiterbewegung gute Vorarbeit geleistet. Die Arbeitervereine hatten es zu dieser Zeit nicht leicht. Sie wurden von der Staatsregierung und der Sozialdemokratie bek√§mpft. So ist es leider bei dem Schauen nach einem christlichen Wirtschaftsideal nicht zu einer durchgreifenden Sozialarbeit gekommen, und auch nicht zu einer zielklaren, einheitlich geformten katholischen Arbeiterbewegung.

 

Bischof Emanuel von Ketteler hat durch sein Wirken eine Bewegung ausgel√∂st, die  als  Wegbereiterin  der  kath.  Arbeiterbewegung  anzusehen  ist,  n√§mlich  die Bewegung der ‚Äěchristlich-sozialen Vereine“.

 

Sie  standen  vielfach  unter  Leitung  kath.  Geistlicher,  waren  aber  nicht ausgesprochen  kath.  Vereine,  denn  sie  nahmen  auch  Protestanten  auf.  Diese Bewegung war auch nicht nur von Arbeitern allein getragen, sondern auch von Bauern, Handwerkern und Beamten.

 

Die  Gr√ľnder  der  kath.  Arbeitervereine  in  der  zweiten  H√§lfte  des  vorigen Jahrhunderts sind von einem zweifachen Gesichtspunkt ausgegangen. Zun√§chst stand im Hinblick auf die allgemeine religi√∂se Gef√§hrdung im Vordergrund, die kath. Arbeiter religi√∂s zu festigen. Daraus sollte dann ein wirksames Vertreten und Verlebendigen christlicher Grunds√§tze im privaten, famili√§ren, beruflichen, v√∂lklichen  und  staatlichen  Leben  folgen,  getreu  der  Zielsetzung  der  Enzyklika ‚ÄěRerum  novarum“  des  gro√üen  Papstes  Leo  XIII.  Dem  Ruf  des  Papstes  und  der Bisch√∂fe folgend, entstanden in allen Pfarrgemeinden kath. Arbeitervereine.

 

Eine  kleine  Gruppe  junger  katholischer  M√§nner  von  B√∂rnig  fand  sich  im  Juli des Jahres 1886 zu einer Besprechung zusammen. Freund Baumgart gab seine Gedanken √ľber die Gr√ľndung eines berufst√§ndigen sozialen Arbeitervereins den Anwesenden bekannt, und erhielt f√ľr seine Ausf√ľhrungen lebhaften Beifall.

 

Der  Weg  bis  zur  Durchf√ľhrung  der  Gr√ľndung  war  nicht  weit.  Nach  mehreren Zusammenk√ľnften und Besprechungen einigte man sich, im November desselben Jahres  die  Gr√ľndung  vorzunehmen.  Zu  der  Gr√ľndungsversammlung  in  B√∂rnig fanden sich nun 20 christliche M√§nner zusammen und gr√ľndeten den christlich-sozialen Arbeiterverein, im Verband der christlich-sozialen Arbeitervereine, der besonders  im  Dortmunder  und  Hagener  Bezirk  bis  in  die  Industriegegend  des Sauerlandes rege arbeitete.

 

Der nun gewählte Vorstand setzte sich aus folgenden Herren zusammen:

 

Paul Baumgart

1. Präses

Heinrich F√ľser 

Stellvertreter

Wilhelm R√ľping 

Schriftf√ľhrer

Wilhelm Velten

Stellvertreter

Eugen Staubach

Kassierer

Fr. Velten

Stellvertreter

Johann Reinert 

Beisitzer

Math. Reinartz

Beisitzer

Theodor Nierhoff

Vereinsältester

Wilhelm Winkels

Vereinsältester

 

Unter  vielen  M√ľhen,  mit  gro√üer  Ausdauer,  mussten  sie  die  Genehmigung  der Regierung erreichen. Inzwischen waren die Statuten entworfen und zugleich mit der Anmeldung des Vereins der Beh√∂rde und der Regierung in Arnsberg vorgelegt worden. Diese aber lie√üen auf sich warten. Nach wiederholten Vorstellungen kam endlich die Entscheidung der Regierung mit dem Inhalt, dass mit R√ľcksicht auf die inzwischen ergangenen Gesetze, die dann den Kulturkampf und die Bedr√§ngung der kath. Kirche zur Folge hatten, eine Genehmigung des Vereins nicht erfolgen k√∂nne. Dem bl√ľhenden Vereinsleben war also nur ein kurzes Dasein beschieden gewesen. Trotzdem blieben die Mitglieder dem Verein eng verbunden und hielten in Freud und Leid getreu zusammen.

 

Ein  √∂ffentliches  Auftreten  musste  nat√ľrlich  mit  R√ľcksicht  auf  die  versagte Genehmigung unterbleiben. Es vergingen mehrere Monate, ohne dass nach dieser Richtung hin irgendetwas unternommen wurde. Im Jahre 1887 regten sich die Mitglieder aufs Neue, um ihr begonnenes Werk fortzusetzen. Es musste erneut mit  der  Aufstellung  der  Satzungen  begonnen  werden.  Neben  den  religi√∂sen Betrachtungen  und  Zielen  sollte  dem  Verein  jetzt  auch  ein  weiteres  weltliches Aufgabengebiet gestellt werden. Den Mitgliedern sollte im Falle der Erkrankung ein Krankengeld und im Sterbefall den Hinterbliebenen ein Sterbegeld gew√§hrt werden. In besonderen Notf√§llen waren einmalige Unterst√ľtzungen vorgesehen.

Nach  Fertigstellung  der  Satzungen  wurden  diese  wiederum  auf  dem  Wege √ľber  die  √∂rtliche  Polizeiverwaltung  der  Regierung  in  Arnsberg  vorgelegt. Wenn  auch  an  und  f√ľr  sich  gegen  die  guten  Zweckbestimmungen  des  Vereins nichts  eingewendet  werden  konnte,  es  sich  auch  nicht  um  eine  Gr√ľndung  mit revolution√§rem oder  sozialdemokratischem  Charakter  handelte,  so  waren  doch zahlreiche Schwierigkeiten, die aus der Psychose des Kulturkampfes herr√ľhrten, zu  √ľberwinden,  ehe  sich  die  Regierung  zu  einer  Genehmigung  der  Satzungen entschloss. Zun√§chst  wurden  wiederholt  Satzungs√§nderungen  verlangt,  denen  auch entsprochen  wurde.  Die  alten  Getreuen  lie√üen  den  Mut  nicht  sinken  und setzten  die  Mitgliederwerbung  fort.  Endlich  waren  die  Satzungen  so  den W√ľnschen  der  Regierung  angepasst.  Eine  Versagung  der  Genehmigung  konnte nicht  mehr  ausgesprochen  werden.  Die  Satzungen  wurden  jetzt  dem  Verein mit  dem  Genehmigungsvermerk  zugestellt.  Nun  konnte  der  Verein  auch  in  der √Ėffentlichkeit ohne Behinderung in T√§tigkeit treten. Es wurden Versammlungen abgehalten und die Ziele des Vereins in jeder Weise von den Mitgliedern vertreten und  gef√∂rdert.  Von  Anfang  an  spielte  neben  Bildung  und  Unterst√ľtzung  der Mitglieder  auch  Musik  und  Kultur  eine  Rolle.  So  wurde  in  einer  Versammlung 1887 beschlossen, dass am 1. Weihnachtsfeiertag des Jahres 1887 ein Konzert und Theater stattfinden soll.

 

F√ľr den Jubelverein war der 3. Juli 1887 ein besonderer Ehrentag. An diesem Tage  fand  die  Weihe  der  neuen  Fahne  statt.  Hierzu  ist  im  Protokollbuch  am 30.05.1887  zu  lesen:  ‚ÄěHierauf  wurden  die  inzwischen  eingetroffenen  Fahnen-Muster und Zeichnungen gepr√ľft und wurde sich f√ľr eine Fahne entschieden ganz nach der vorliegenden Zeichnung. Der Farbe nach soll die erste Seite wei√ü die zweite blau sein. Der Preis ist inklusive Stange, Sch√§rpe, Degen, Trauerflor sowie Futteral und Lanze 300 Mark.“ Dieser Betrag (eine H√§lfte war beim Empfang der Fahne, die andere H√§lfte ein Jahr sp√§ter zu bezahlen, Protokollbuch S. 7) wurde von den Mitgliedern durch Sammlungen aufgebracht. Leider ist die erste Fahne nicht mehr vorhanden.

Die  monatlichen  Versammlungen  waren  gut  besucht  und  eifrig  beteiligte  man sich an den anschlie√üenden Diskussionen, die zur Vertiefung der geistigen Arbeit beitrug, die M√§nner anspornte und wortgewandt machte. Zum Segen und Nutzen seiner Mitglieder erstarkte der junge Verein, als Werkleute des Berufslebens, als Werkleute f√ľr den sozialen Aufbau, als Werkleute im Reiche der Kirche Christi. Eine Hauptaufgabe sah man darin, sich den Schulungs- und Bildungsgemeinschaften innerhalb der kath. Arbeiterbewegung anzuschlie√üen.

 

Dankbar wurde diese Regsamkeit anerkannt. Im Jahre 1908, unter Leitung des H.  H.  Pfarrer  Br√§kling,  √§nderte  er  seinen  Namen  in  St.-Johannes-Arbeiter-Verein. Er stellte ihn unter den Schutz des Hl. Johannes. Auch die evangelischen Freunde  bildeten  jetzt  ihre  eigenen  M√§nnervereine.  Die  festgelegten  Statuten wurden auch vom bisch√∂flichen Generalvikariat genehmigt. Nun schloss er sich recht bald dem Verband der kath. Arbeitervereine Westdeutschlands in K√∂ln bzw. dessen  Unterorganisation,  dem  Bezirksverband  Dortmund  an  und  bezog  auch seit seiner Zugeh√∂rigkeit das Verbandsorgan ‚ÄěDie Westdeutsche Arbeiterzeitung“ obligatorisch f√ľr seine Mitglieder.

 

In  den  sp√§teren  Jahren  wurde  dann  der  Bezirksverband  Herne  -  Wanne-Eickel -  Castrop-Rauxel  gebildet,  zu  dem  auch  unser  Verein  heute  noch  geh√∂rt.  Eine Abordnung nahm an den regelm√§√üigen im Fr√ľhjahr und Herbst stattfindenden Delegiertentagen teil.

 

Manche Anregung f√ľr weitere Vereinsarbeit auf kirchlichem und religi√∂sem Gebiet konnte mit auf den Weg nach Hause genommen werden. Die Pflege des religi√∂sen Lebens  stand  auch  au√üerhalb  der  Wochenversammlungen  im  Vordergrund. Monatlich versammelten sich die Mitglieder an der Kommunionbank. Einkehrtage, religi√∂se  Wochen  lenkten  den  Blick  immer  wieder  auf  den  tiefsten  Sinn  ihres Lebens.  Mit  seinen  j√§hrlich  wiederkehrenden  Feiern  zu  Nikolaus,  Weihnachten und  durch  Theaterauff√ľhrungen  errang  sich  der  St.  Johannes-Arbeiter-Verein auch in der √Ėffentlichkeit seine Anerkennung.

 

Vorstand_1911

Das erste Bild unserer KAB anl√§sslich der 25-j√§hrigen Gr√ľndungsfeier von 1911

 

 

 

1911

25jähriges Jubiläum

Dieses Jubil√§um hatte zuerst Startschwierigkeiten. Das Protokollbuch vermerkt hierzu am 26.03.1911 auf S. 144: Vom ‚ÄěFest der f√ľnfundzwanzigsten Jubelfeier wurde Abstand genommen, weil uns die polizeiliche Genehmigung versagt wurde. Es wurde der Versammlung √ľberlassen dar√ľber zu beraten, fr√ľher oder sp√§ter zu feiern. Hierauf wurde beschlossen, die Feier am 17. und 18. Juni in Aussicht zu nehmen.“

 

Trotz  dieser  Startschwierigkeiten  bildete  die  25j√§hrige  Gr√ľndungsfeier  einen besonderen  H√∂hepunkt  im  Vereinsleben.  Im  Juli  des  Jahres  1911  wurde  das Jubil√§um mit einem Festzug und einer Feier in den Lokalit√§ten des Wirtes N√∂the in  Sodingen  unter  lebhafter  Teilnahme  der  B√ľrgerschaft  von  B√∂rnig-Sodingen begangen. Der damalige Pr√§ses des Vereins war Kaplan Josef Prenger, der sp√§ter Pfarrer unserer Kirchengemeinde wurde.

 

Der Ausbruch des Weltkrieges im Jahre 1914 hatte nat√ľrlich eine Unterbrechung der Vereinsarbeit zur Folge. Eine gro√üe Zahl von Mitgliedern wurde zu den Fahnen einberufen. Aber trotz aller Schwierigkeiten hielten die Daheimgebliebenen treu zusammen. Mit der Nachkriegszeit begann auch wieder eine ganz neue Epoche f√ľr unsere Bewegung, eine Zeit neuen Aufstiegs. Die ganz neue geistige Verfassung der Arbeiterschaft in v√∂llig ver√§nderten Verh√§ltnissen zwang unsere Bewegung zur h√∂chsten √§u√üeren Aktivit√§t, zur gr√∂√üten Kraftanstrengung und nicht zuletzt auch zu starkem br√ľderlichem Zusammenstehen.

 

 

1936

Die goldene Jubelfeier

Als  im  Jahre  1933  die  Nationalsozialisten  im  Reich  die  Macht  ergriffen,  trat zun√§chst eine Behinderung in der Vereinst√§tigkeit nicht ein. Der Verein konnte noch ungest√∂rt zur Feier des 50j√§hrigen Bestehens im Jahre 1936 r√ľsten. Das Festprogramm f√ľr die Jubelfeier war vom Verein sorgf√§ltig vorbereitet worden. Es  fand  am  Sonntag,  dem  23.  August  1936,  im  gro√üen  Saal  des  Jugendheims statt. Nach einem Triduum von Mittwoch bis Freitag der vorangegangenen Woche, gehalten  vom  Verbandspr√§ses  Pr√§lat  M√ľller,  folgte  am  Sonntag  ein  feierliches Hochamt  mit  Generalkommunion  aller  Mitglieder  in  der  Pfarrkirche,  welches unser  Pr√§ses  Pfarrer  Prenger  hielt.  Anschlie√üend  fanden  sich  alle  Mitglieder zum gemeinschaftlichen Kaffeetrinken im Jugendheim zusammen. Hierzu waren neben den Mitgliedern zahlreiche Vertreter der Arbeitervereine des Bezirks und der eingeladenen ausw√§rtigen Brudervereine mit ihren Fahnen erschienen. Nach der Begr√ľ√üungsansprache des 2. Vorsitzenden Josef Inkmann, nahm der Pr√§ses, Pfarrer Prenger, die Ehrung der Jubilare vor. So konnte er doch vier Mitbegr√ľnder des  Vereins,  die  Freunde  Heinrich  Knapp,  Theodor  Kr√§nke,  Heinrich  F√ľser  und Wilhelm Str√§ter mit der goldenen und neun weitere Mitglieder mit der silbernen Verbandsnadel auszeichnen. Nach der Festandacht am Nachmittag, gehalten vom Pr√§ses, fanden sich die Mitglieder mit ihren Angeh√∂rigen und den ausw√§rtigen Vereinen zum Familienfest im Jugendheim zusammen. Hier hielt Arbeitersekret√§r Weihs die Begr√ľ√üungsansprache und Sekret√§r Holstein von Castrop-Rauxel die Festrede. An dem Seelenamt, das am Montag in der Pfarrkirche f√ľr alle verstorbenen Mitglieder des Vereins zelebriert wurde, nahmen alle Mitglieder soweit sie konnten teil. Das war der Abschluss des gut und sch√∂n verlaufenen Jubelfestes.

 

 

1937 - 1945

Die Zeit des Nationalsozialismus und des 2. Weltkriegs

Konnte  das  Fest  des  50j√§hrigen  Bestehens  noch  einigerma√üen  unbeschwert gefeiert werden, so war bereits der ferne politische Horizont mit schwefelgrauen Wolken  behangen.  Mit  banger  Sorge  sah  der  B√ľrger  die  Zukunft  vor  sich liegen.  W√§hrend  der  nunmehr  folgenden  Jahre  der  nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war es dem Verein immer schwerer und schlie√ülich nicht mehr m√∂glich, eine umfassende in die √Ėffentlichkeit dringende T√§tigkeit zu entfalten. Mehr  und  mehr  ward  den  christlichen  Vereinen  die  Fessel  angelegt,  sich  im Vereinsleben zu bet√§tigen. Ein erheblicher Teil von Mitgliedern kehrte dem Verein aus verschiedenen Gr√ľnden den R√ľcken.

 

KAB-1939 (verkleinert)

Ein Bild aus dem Jahr 1939.

v.l.: Franz Tollkamp, Franz Matika, (?), Franz Kohlenbach jr., Franz Kohlenbach sen., (?)

 

Die neuen Machthaber im Reich sahen jede T√§tigkeit auf dem Gebiet des eigenen Vereinslebens  als  staatspolitisch  gef√§hrdend  an.  Ihnen  waren  alle  Mittel  recht zum freien Tatendrang. Nur wenige hatten eine geringe Vorstellung vom Ausgang des im September 1939 begonnenen Krieges. Aber im Laufe der folgenden Zeit wurde  das  Vereinsleben  der  konfessionellen  Vereine,  der  katholischen  sowie der  evangelischen,  immer  mehr  eingeschr√§nkt.  Immer  neue  einschr√§nkende Bestimmungen  wurden  von  den  nationalsozialistischen  Machthabern  erlassen. √Ėrtliche  Schikanen  traten  hinzu,  die  eine  geordnete  Vereinsarbeit  nicht  mehr zulie√üen. Die Vereine wurden immer mehr in ihrer T√§tigkeit gehemmt, zuletzt fast vollst√§ndig unterdr√ľckt.

 

Auch  der  St.  Johannes-Arbeiter-Verein  f√ľhrte  nur  noch  ein  Scheindasein.  Die Verbandszeitung  ‚ÄěKetteler-Wacht“  war  verboten  und  hatte  ihr  Erscheinen eingestellt. Versammlungen konnten nicht mehr abgehalten werden. Das deutsche Volk war der Willk√ľr seiner Feinde preisgegeben. Nach einem f√ľnfeinhalbj√§hrigen Kampf waren unsere St√§dte nur noch ein Tr√ľmmerhaufen.

 

So  endete  der  ungl√ľckselige  Krieg  und  der  vollst√§ndige  Zusammenbruch  von Volk, Staat und jeglicher Ordnung. Aber wie auf allen Gebieten schon bald wieder ein  neues  Beginnen  sich  zeigte  und  √ľberall  die  Menschen  an  die  Arbeit  des Wiederaufbauens gingen, sei es auf politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Gebieten, so fanden sich im Fr√ľhjahr 1946 wieder die alten treuen Mitglieder mit dem Pr√§ses Vikar Garg und dem Vorsitzenden Hugo Stegemann zusammen, um auf den Tr√ľmmern neu aufzubauen.

 

 

 

1946 - 1961

Nachkriegszeit und Zeit des sog. ‚ÄěWirtschaftswunders“

Wie vertraulich klang der alte Gru√ü des ersten Vorsitzenden bei der Er√∂ffnung der  Versammlung  ‚ÄěGott  segne  die  christliche  Arbeit“.  Die  Herzen  der  M√§nner schlugen h√∂her. Jeder der Anwesenden versp√ľrte seine innere Freude, endlich nach vielen Jahren wieder frei und offen unter Gleichgesinnten zu sein und ohne Scheu diesen christlichen Gru√ü zu h√∂ren, seine ehrliche Antwort aus dem Herzen zu sagen. Tatkr√§ftig wurde von allen Seiten Hand angelegt und schon bald konnte man  erkennen,  dass  der  alte  KAB-Geist  in  keiner  Weise  in  seiner  christlichen Grundeinstellung  verloren  hatte.  Die  Vereinsarbeit  bl√ľhte  wie  in  alten  Zeiten. Alle  Mitglieder  erhalten  wieder  die  Verbandszeitung  ‚ÄěKetteler-Wacht“,  die  sich wieder  zu  dem  Organ  entwickelt  hat,  das  sie  schon  vor  dem  Kriege  darstellte. Wegen  ihres  wertvollen  Inhalts  wird  sie  von  allen  Mitgliedern  gern  und  eifrig gelesen. Die Mitglieder und ein gro√üer Teil der Ehefrauen sind der Sterbehilfe des Verbandes angeschlossen, die f√ľr die Hinterbliebenen oft eine wesentliche Hilfe bedeutet.

 

Neue Mitglieder wurden geworben. Ausfl√ľge in die n√§here und weitere Umgebung wurden in den Sommermonaten durchgef√ľhrt. Diese schlossen die Vereinsfamilie enger zusammen. St. Meinolf als Erholungsst√§tte im Arnsberger Wald und Bad Kissingen boten vielen KAB-Mitgliedern frohe Ferientage und Erholung.

 

Vorstand_1961

Der Vorstand im

Jubiläumsjahr 1961

 

 

Heute stehen uns von den ehemals vier H√§usern der KAB nur noch drei H√§user f√ľr  Bildungs-  und  Erholungsma√ünahmen  zur  Verf√ľgung:  Das  Josef-Gockel-Haus  in  Kirchhundem-Rahrbach,  das  Heinrich-L√ľbke-Haus  in  G√ľnne  und  das Gottfried-K√∂nsgen-Heim in Haltern. Das Josef-Joos-Haus in K√∂rbecke wurde aus wirtschaftlichen Gr√ľnden verkauft und ist jetzt eine Jugendherberge.

 

 

 

1961

75jähriges Vereinsjubiläum

Im Jahre 1961 beging der Verein unter dem Vorsitz von Bruno H√§hnelt und als Pr√§ses Vikar Dietz sein 75j√§hriges Bestehen. Seit der Zeit wurde alle f√ľnf Jahre eine Jubelfeier veranstaltet und somit der Geburtstag w√ľrdig begangen. Ebenfalls wurden zu diesen Anl√§ssen unsere Mitglieder f√ľr langj√§hrige Treue geehrt.

 

Im Rahmen des 85j√§hrigen Bestehens der KAB St. Johannes im Jahr 1971 wurde als  Dank  des  Vereins  dem  langj√§hrigen  Ehrenvorsitzenden  Bruno  H√§hnelt  und dem langj√§hrigen Mitglied Eberhard Frohne die Ehrenmitgliedschaft in der KAB verliehen.

 

 

Die ARG – ein ‚ÄěKind“ der KAB St. Johannes

Im  Januar  1969  wurde  auf  Pfarrgemeindeebene  durch  Hermann  Frohne  und Leo  Markowski  die  ARG  (Alten-  und  Rentner-Gemeinschaft)  gegr√ľndet.  1970 √ľbernahm Marian Urbaniak die Leitung. Das Angebot, f√ľr die √§ltere Generation gemeinsam Gottesdienst zu feiern und gesellig beisammen zu sein, fand immer mehr Zuspruch und erfreute sich gro√üer Beliebtheit. Nach dem Tod von Marian Urbaniak √ľbernahm 1977 seine Frau K√§the die Leitung der ARG, die sie bis heute noch  innehat.  Am  15.  Oktober  1979  wurde  im  gro√üem  Rahmen  das  10j√§hrige Bestehen der ARG gefeiert. Am 4. Oktober 1972 fand der erste Frauennachmittag statt.  Frau  Margret  Hermes  und  Frau  Elisabeth  Schlacke  zeichneten  hierf√ľr verantwortlich. Am 19. April 1994 konnte die ARG ihr 25j√§hriges Bestehen feiern. Gleichzeitig  feierte  der  ARG-Chor  sein  20j√§hriges  Bestehen.  Die  Feier  fand  im gro√üen Saal des Urbanus-Hauses statt. Zu dieser Zeit nahmen regelm√§√üig 60-80

Personen an den ARG-Nachmittagen teil. Im Jahr 2009 wurde die ARG-Gruppe der KAB St. Johannes 50 Jahre alt. Gefeiert wurde im Gemeindezentrum St. Marien in Herne-Baukau, leider vor viel kleinerer Gesellschaft, da die Zahl der ständig Teilnehmenden altersbedingt stark gesunken ist. Die Leitung hat bis heute immer noch Käthe Urbaniak (seit 1977) inne. Danke Käthe!

 

Die ARG des Bezirks f√ľhrt seit vielen Jahren Urlaubsreisen, Besichtigungsfahrten sowie Wochenkurse (bis zur Schlie√üung im Josef-Joos-Haus) durch. Jedes Jahr erscheint  ein  eigenes  Programm  der  ARG  des  Bezirks.  Bis  2008  veranstaltete die ARG jedes Jahr im Urbanus-Haus eine Karnevalsfeier, die immer bis auf den letzten  Platz  ausgebucht  war.  Leider  viel  diese  Veranstaltung  inzwischen  dem Alter der Veranstalter zum Opfer.

 

Als  ein  weiteres  wichtiges  Datum  der  Vereinsgeschichte  ist  der  01.04.1973  zu nennen.  Seit  dieser  Zeit  sind  alle  Mitgliederfrauen  im  Verband  Vollmitglieder in  der  KAB  geworden.  Unsere  Frauen  der  alten  KAB  St.  Johannes  waren  auf Vereinsebene bereits seit dem 1. Januar 1966 Vollmitglieder.

 

90_Jahre_1976

1976 Р90-jähriges Bestehen der KAB St. Johannes

 

 

 

1976

90-jähriges Bestehen der KAB St. Johannes

Seit 1. Januar 1976 sind alle Neumitglieder, die in die KAB aufgenommen werden, nicht mehr dem Sozialwerk angeschlossen, d.h., sie erhalten keine Sterbehilfe des Verbandes mehr. Hierf√ľr wird den Mitgliedern der Beitritt zur GSKAB empfohlen.

 

Im  November  1978  kehrten  wir  nach  22  Jahren  der  Abwesenheit  wieder ins  Urbanus-Haus,  dem  ehemaligen  Jugendheim  und  Vereinshaus,  zur√ľck. Zwischenzeitlich waren unsere Vereinslokale das Haus Plumpe und das Haus L√ľlf, in denen die Vereinsfamilie ein gutes zu Hause hatte.

 

Anfang 1980 wurde in einer außerordentlichen Generalversammlung eine neue Vereinssatzung verabschiedet, da die alte Satzung nicht mehr der Zeit entsprach.

 

Am  1.  April  1980  wurde  die  Fusion  der  KAB  St.  Peter  und  Paul  in  die  KAB  St. Johannes  zu  einem  Verein,  der  KAB  St.  Johannes  B√∂rnig-Sodingen  vollzogen. Nach  zweimonatigen  Vorbereitungen  innerhalb  der  Vorst√§nde  konnte  dieser Schritt getan werden. Zwei M√§nner haben besonderen Anteil an dem Gelingen: Zun√§chst der Ehrenvorsitzende Hermann Frohne, der mit viel M√ľhe und gro√üer Sorgfalt  die  Vereinskartei  v√∂llig  neu  erstellte  und  sich  darum  m√ľhte,  dass alle  Mitgliederfrauen  der  ehemaligen  KAB  St.  Peter  und  Paul  zu  juristischen Vollmitgliedern  wurden.  Als  zweiter  muss  der  1.  Kassierer  Willi  Baak  genannt werden,  der  durch  die  Fusion  viel  Mehrarbeit  leisten  musste.  Wesentlichen Anteil  hatten  auch  die  Vertrauensleute,  die  die  fehlenden  Daten,  Namen  und Unterschriften bei den Mitgliedern einholten.

 

Im  Jahre  1981  beging  die  KAB  St.  Johannes  B√∂rnig-Sodingen  ihr  95j√§hriges Bestehen.  Am  5.  Juli  1981  wurde  mit  einem  Familientag  und  dem Bezirksverbandstag das Jubil√§um begonnen. Verbandspr√§ses Monsignore Walter Andermahr war an diesem Tage h√∂chster Gast. Weiter ging es in der Woche mit einem  Frauennachmittag  und  dem  Triduum  am  8./9./10.07.  √ľber  die  Lage  der Kirche  in  Polen,  der  DDR  und  S√ľdamerika.  Die  95-Jahr-Feier  am  11.  Juli  war zugleich  H√∂hepunkt  und  Ausklang  der  Festwoche.  W√§hrend  des  Festhochamts wurde  das  neue  Banner  durch  den  Pr√§ses  Pfarrer  Josef  Pennig  gesegnet.  Das Banner soll ein √§u√üeres Zeichen der Verbundenheit in der Vereinsfamilie sein.

 

Zu  der  anschlie√üenden  Jubelfeier  im  Vereinshaus  hatten  sich  111  Festg√§ste versammelt,  unter  ihnen  zwei  ehemalige  Pr√§sides,  Pfarrer  Friedrich  Dietz  und Pfarrer  Heinrich  Bredenbr√∂ker.  Den  Festvortrag  hielt  Bezirkssekret√§r  Robert Rieke. Langj√§hrige Mitglieder wurden f√ľr ihre Treue zur KAB geehrt. Marian von Borzestowski konnte auf eine 70j√§hrige Mitgliedschaft zur√ľckblicken.

 

75JahreMitglied

Dank und Gl√ľckw√ľnsche an Ehrenmitglied Marian von Borzestowski f√ľr 70j√§hrige Mitgliedschaft

 

 

Festg√§ste versammelt, unter ihnen zwei ehemalige Pr√§sides, Pfarrer Friedrich Dietz und Pfarrer Heinrich Bredenbr√∂ker. Den Festvortrag hielt Bezirkssekret√§r Robert Rieke. Langj√§hrige Mitglieder wurden f√ľr ihre Treue zur KAB geehrt. Marian von Borzestowski konnte auf eine 70j√§hrige Mitgliedschaft zur√ľckblicken.

 

 

 

1986 - 2011

Die vergangenen 25 Jahre

1986  beging  die  KAB  St. Johannes  ihr  100j√§hriges Bestehen.  Zum  Auftakt der  Festwoche  kam  KAB Verbandssekret√§r  und Mitglied  des  Bundestags Alfons  M√ľller  aus  K√∂ln nach  Herne  und  besuchte den  Jubil√§umsverein.  Das Festhochamt  zelebrierte Di√∂zesanpr√§ses  Msgr. Rudolf  Winter.  Insgesamt nahmen  an  der  gesamten Festwoche  720  Personen teil! Wie Zeitungsartikel belegen, fand dieses Jubil√§um auch in der Presse ein gro√ües Echo. Besonders hervorzuheben  ist auch, dass  in diesem Jahr das 91j√§hrige Ehrenmitglied Marian von Borzestowski auf eine 75j√§hrige Mitgliedschaft  in  der KAB  zur√ľckblicken  konnte  und  besonders  geehrt wurde. In der WAZ wird 25 Jahre sp√§ter – im Lokalteil am 27.04.2011 – vom 100. Jubil√§um der KAB St. Johannes r√ľckblickend berichtet.

 

1986

hinten: Norbert Frohne, Käthe Urbaniak, Willi Schmitz, Jörg Steinhauer,

vorne: Willi Baak, Hermann Frohne

 

 

Die vergangenen 25 Jahre waren gepr√§gt von einem guten Vereinsleben. 1986 wurde Heribert Zerkowski Pastor in unserer Gemeinde. Er selbst war langj√§hriges   und √ľberzeugtes KAB-Mitglied. So war es auch nicht verwunderlich, dass er nach der  Wahl  zum  Pr√§ses  diese  Aufgabe  gerne  √ľbernahm  und  unserer  KAB immer wieder Impulse gab. In dieser Zeit wurden wir Mitglied beim Arbeitslosenzentrum,  unterst√ľtzten die Suppenk√ľche und das Lukas-Hospiz. Seit dem Jahr 1986 (bis zum  Jahr  2005)  wurde  jedes  Jahr  im  Oktober  bei  unseren  Mitgliedern  eine Sammlung f√ľr das Weltnotwerk der KAB durchgef√ľhrt. Die Ergebnisse waren in jedem Jahr bemerkenswert gut. Diese Sammlung wurde 2006 eingestellt, da das Weltnotwerk nun jedes Mitglied selbst anschrieb und um eine Spende bat.

 

Selbstverst√§ndlich  war  der  j√§hrliche  Ausflug,  den  auch  Nicht-KAB’ler  gerne mitmachten. Die Karten waren meist schnell vergriffen, bis auf das Jahr 1989, als der Ausflug wegen mangelnder Beteiligung ausfallen musste.

 

1996 begingen wir das 110j√§hrige Bestehen. 27 M√§nner und Frauen wurden f√ľr 25 bis 50j√§hrige Treue geehrt. Zwei Jahre sp√§ter konnten wir Hans Hockeler f√ľr 70 Jahre Treue zur KAB und den Pr√§ses Heribert Zerkowski f√ľr 25 Jahre ehren.

 

Nikolaus_Gro√üNicht vergessen werden darf das Jahr 2001. Am 7. Oktober wurde  Nikolaus Gro√ü, Arbeiterf√ľhrer und Widerstandsk√§mpfer gegen  das  Naziregime,  von  Papst  Johannes  Paul  II  selig gesprochen.  ‚ÄěDer  Prozess,  der  dieser  Seligsprechung vorausging,  war  der  k√ľrzeste  in  der  Kirchengeschichte.  Er begann  mit  dem  Besuch  von  Papst  Johannes  Paul  II.  im Ruhrgebiet im Jahre 1987 und seinen Ansprachen auf dem Bergwerk Prosper Haniel und im Gelsenkirchener Parkstadion (Heute:  Veltins-Arena),  in  denen  er  das  Glaubenszeugnis  von  Nikolaus  Gro√ü und  seinen  Freunden  aus  der  katholischen  Arbeiterbewegung  als  vorbildhaft bezeichnete  und  damit  aus  dem  Kontext  einer  regional  begrenzten  Verehrung in die globale Dimension der Weltkirche hineinf√ľhrte: “Ihr werdet meine Zeugen sein“ (Quelle: www.nikolaus-gross.com).

 

Zum Jahreswechsel 2001/2002 erfolgte die mit Spannung erwartete aber auch mit  √Ąngsten  und  Skepsis  begleitete  Einf√ľhrung  des  Euro.  Gleichzeitig  erfolgte auch eine ‚Äěsaftige“ Beitragserh√∂hung, die dank guter Vorarbeit im Vorstand und mit Hilfe der Vertrauensleute kaum negative Auswirkungen (Austritte) zur Folge hatte.

 

Im Jahr 2003 – genau am 3. Oktober – erfolgte dann die Aufl√∂sung der KAB-Regionalverb√§nde  –  Westdeutscher  Verband,  S√ľddeutscher  Verband  und Landesverband Rottenburg/Stuttgart – und die Neugr√ľndung des Bundesverbandes als Verband der Mitglieder. Ihr Name lautet nun: KAB Deutschlands e.V .

 

Am  24.  Juni  2006  feierten  wir  120  Jahre  KAB  St.  Johannes  B√∂rnig-Sodingen. 48  Teilnehmer  waren  zugegen, 28  Mitglieder  wurden  f√ľr  10  bis  50j√§hrige Mitgliedschaft geehrt und Pfarrer Heribert Zerkowski konnte auf 20 Jahre Pr√§ses-Zeit zur√ľckblicken. W√§hrend des gem√ľtlichen Beisammenseins konnten wir auch neue  Mitglieder  aufnehmen  und  uns  an  Bildern,  die  bis  ins  Jahr  1911  (erstes Foto unserer KAB, das anl√§sslich des 25j√§hrigen Bestehens aufgenommen wurde) zur√ľckreichten, erfreuen.

 

In  der  Jahreshauptversammlung  am  8.  Februar  2008  wurde  Norbert  Frohne, der 30 Jahre 1. Vorsitzender der KAB St. Johannes B√∂rnig-Sodingen war, zum Ehrenvorsitzenden  ernannt.  Unser  Ehrenmitglied  arbeitet  bis  heute  aktiv  in unserem  Verein  mit.  Sein  Wissen  ist  f√ľr  den  Vorstand  von  gro√üer  Bedeutung und er ist das ‚ÄěLangzeit-Ged√§chtnis“ unseres Vereins. F√ľr seine langj√§hrige gute Arbeit und sein Engagement sei ihm an dieser Stelle ausdr√ľcklich gedankt!

 

Im  Jahr  2009  feierten  wir  das  100j√§hrige  Bestehen  des  Bezirksverbands Herne/Wanne-Eickel/Castrop-Rauxel. Wir waren aktiv bei der Vorbereitung und Durchf√ľhrung  beteiligt.  Zur  Feier  war  die  Akademie  Mont-Cenis  angemietet. Hier  zeigten  tags√ľber  die  Vereine  des  Bezirks,  welche  Schwerpunkte  und Besonderheiten  ihre  Vereine  haben.  Den  Festgottesdienst  –  mitgestaltet  vom Chor 77 (ehemaliger Jugendchor unserer Gemeinde, mit Schwerpunkt auf Neues Geistliches Lied) – feierte Erzbischof Hans-Josef Becker mit uns. Der Tag endete in der Akademie mit einem Fest der Begegnung.

 

Bei  der    Durchf√ľhrung  eines  sog.  Gemeindetreffs  konnte  sich  die  KAB  St. Johannes vorstellen und pr√§sentieren. Hierzu war auch Frau Lanwert-Kuhn als hauptamtlich  p√§dagogische  Mitarbeiterin  mit  Schwerpunkt  Berufliche  Bildung, Arbeit- und Sozialrecht eingeladen. Gemeinsam konnten wir auf die Leistungen der KAB, z.B.  in arbeits- und sozialrechtlicher Vertretung,  Verg√ľnstigungen beim  Abschluss  von  Versicherungen  (z.B.  private  Krankenzusatzversicherung, …) hinweisen und den Anwesenden deutlich machen. Wir bem√ľhten / bem√ľhen uns um eine Vertiefung der bildungspolitischen Inhalte (z.B. durch Besuch des gr√∂√üten Binnenhafens Europas in Duisburg, einen Informationsabend zum Thema ‚ÄěRenaturierung der Emscher – Das gr√∂√üte Umweltprojekt der Welt“), um nur zwei Veranstaltungen beispielhaft zu nennen.

 

Am  8.  Dezember  2010  verstarb  nach  langer  Krankheit unser Mitglied und langj√§hriger Pr√§ses Heribert Zerkowski. In  einem  bewegenden  Gottesdienst  und  unter  gro√üer Anteilnahme der Bev√∂lkerung und der Vertreter aus Politik und Kirche haben wir ihn den H√§nden Gottes √ľbergeben. Wir werden ihm und allen Verstorbenen der KAB St. Johannes ein ehrendes Andenken bewahren.

 

KAB-Vorstand 2011

Der Vorstand des Jahres 2011

                                                 hinten: Lothar Pfeiffer, Theo K√∂nig, Irmtraud Knickenberg, Wolfgang Strobel, Michael Czubek, Friedhelm Moschner

                                                 vorne: K√§the Urbaniak, Marianne Kinzel, Margret Wolski, Ulrike Pfeifer, Brigitte Frohne, Norbert Frohne (Ehrenvorsitzender)

                                                

 

In  diesem  Jahr  wurde  in  unserer  Stadt  –  auch  unter  Mitwirkung  des  KAB-Bezirksverbandes – die ‚ÄěHerner Allianz f√ľr den freien Sonntag“ gegr√ľndet. Auch unser Verein und viele seiner Mitglieder unterst√ľtzt diese Aktion in ideeller Weise.

 

Am Ende dieser Chronik gilt unser Dank allen, die in den vergangenen Jahren durch ihren Einsatz die Ideale unseres Vereins durch ihre Mitarbeit – sei es im Vorstand oder als Vertrauensmann/-frau –, als Mitglied, als Gast, Freund oder als G√∂nner unterst√ľtzt haben. Ihnen / Euch allen: Herzlichsten Dank!

 

Wie  zu  Beginn  dieser  Chronik  wollen  wir  mit  einem  Zitat  aus  der  Chronik  zum 100j√§hrigen Jubil√§um enden: ‚ÄěM√∂ge der KAB St. Johannes B√∂rnig-Sodingen auch in den kommenden Jahren die Arbeit von Gottes Segen begleitet sein zum Wohle seiner Mitglieder und der ganzen KAB, auch zum Wohle f√ľr unser Volk, Kirche und Vaterland.“

 

Gott segne die christliche Arbeit!

 

Herne im Mai 2011

 

 

 

 

Die Leitung des Vereins seit der Gr√ľndung im Jahre 1886

Das Amt des Pr√§ses bzw. geistlichen Leiters hatte seit der Gr√ľndung inne:

 

1.

Pfarrer

Bräkling

1908 - 1911

2.

Kaplan

Prenger

1911 - 1922

3.

Pfarrer

Reker

1922 - 1934

4.

Pfarrer

Prenger

1934 - 1939

5.

Vikar

Garg

1939 - 1949

6.

Vikar

Immekus

1949 - 1950

7.

Vikar

Kuhlmann

1950 - 1951

8.

Vikar

Stork

1951 - 1959

9.

Vikar

Dimmerling

1959 - 1961

10.

Vikar

Dietz

1961 - 1962

11.

Vikar

Kaiser

1962 - 1965

12.

Vikar

Froning

1965   (4 Monate)

15.

Vikar

Palberg

1965 - 1967

14.

Vikar

Spar

1967 - 1968

15.

Vikar

Bredenbröker

1968 - 1971

 

ohne Präses

1971 - 1973

16.

Vikar

Mania

1973 - 1975

 

ohne Präses

1975 - 1978

17.

Pfarrer

Pennig

1979 - 1985

 

ohne Präses

1985 - 1986

18.

Pfarrer

Zerkowski

1986 - 2010

 

ohne Präses

2010 - 2012

19.

Gemeindereferentin Ute Strobel

seit 2013

 

 

Erste Vorsitzende seit der Gr√ľndung:

 

1.

Paul Baumgart

1886 - 1888

2.

Heinrich F√ľser

1888 - 1889

3.

Wilhelm Pleuger

1889 - 1891

4.

Heinrich F√ľser

1891 - 1900

5.

Josef Schemberg

1900 - 1901

6.

Theodor Kränke

1901 - 1902

7.

Wilhelm Wefer

1902 - 1904

8.

Theodor Kränke

1904 - 1907

9.

Peter Velten

1907 - 1913

10.

Franz Dreier

1913 - 1916

11.

Peter Velten

1916 - 1919

12.

Josef Schm√ľlling

1919 - 1920

13.

Josef Wahle

1920 - 1924

14.

Hubert Görtz

1924 - 1957

15.

Hugo Stegemann

1937 - 1948

16.

Johann Joswiak

1948 - 1949

17.

Josef Inkmann

1949 - 1951

18.

Johann Knop

1951 - 1953

19.

Bruno Hähnelt

1953 - 1967

20.

Hermann Frohne

1967 - 1978

21.

Norbert Frohne

1978 - 2008

22.

Wolfgang Strobel

2008 - heute

 

 

 

(c) KAB St. Johannes Börnig-Sodingen

aktualisiert: 14.11.2017